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Der Reisende in Sachen "Himmel über uns" ist der Ulli F. aus M.. Das Motivangebot ist schier unerschöpflich. Das ist also der Himmel, so, wie wir ihn lieben. Entzückt und ahnungslos schauen wir nach oben und begreifen vielleicht, alles ist unbegrenzt.

Die wahre Auseinandersetzung mit dem Leben ist der kommende Tod, der unverhofft, ungeplant und plötzlich eintritt. Sein Begehr meldet es nicht an. Er ist da. Er passiert einfach, auch wenn ein Mensch es nicht glauben will, dass er endlich und nicht ewig ist. Aus "Totentanz". Der Tod ist das Sterben von Zellen, eben das Ende des Denkens...

Das Bild, eine Himmelsmacht. Sicher, diese Wortwahl passt nicht zusammen, aber ich möchte auf die Fotos aufmerksam machen. Es gelingt recht selten, einen "unbefleckten" Himmel aufzunehmen. Bald streiken die Piloten. Also Himmels-Motiv-Wetter.

 

Der Wandel von Alexander EVA. Das Buch eines Freundes, hier ein Foto aus dem Buch.

Columna eines armen, ungebildeten Mönches

oder

Verliert unser Land 2016 die Mitte?

Von der erzwungenen Revolution

Unsere Welt ist im Wandel. Ihr wisst es.

Die Idee der Finanz- und Monopolkapitalisten als Gewinner der Globalisierung aufzutreten - wandelte sich bereits 2007 für sie - schmerzhaft. Die Welt globalisiert sich seit dem zu einem kleinen, überschaubaren digitalen Medienverbund - mit unüberbrückbarer Gegensätzen. Die Kapitalisten nannten dies 1990 noch: Freiheit, Selbstverwirklichung, Chansengleichheit, aller.

In Wahrheit aber träumten sie von Profitmaximierung und Rohstoffgewinnung in alter Prägung. Denn Konsumgüter definieren uns Menschen, multipliziert mit Vermögen und Bildung und Arbeitsplatz des Einzelnen - potenziert durch Verlustangst, hinsichtlich unseres vermeidlich schwindenden Status- und Besitzanrechtes vor dem Fremden.

Viele Zivilisationsromantiker steuern nun dagegen. Aber die menschliche Angst vor Reformen lähmt oftmals das Vernünftige im Miteinander. Die Neofaschisten wissen das.

Noch wärmt der bürgerliche Mantel und grenzt uns - auch mich - ab vor den Verzeifelten jenseits der Meere. Aber sie kamen in diesem Sommer rasch, trotz globaler Vernetzung - von uns nicht wahrhabend wollend, somit töricht überraschend. 

 

Und ich? Ich emigrierte 2015 in ein heimisches Idyll. Ging mit meinem tagespolitisch zerschlissenen Mantel in Klausur, floh - wie einst im Jahr des Schweigens -, stilisierte mich zum Mönch. Sehr wohl den Wandel verfolgend, den Wandel analysierend, um Antworten zu finden, hier in meinem kapitlistischen Asyl. Antworten als Gegenentwurf. Antworten im Sinne des Schriftstellers -, um Licht ins Dunkel zu bringen, um einen Menschendienst zu erweisen. Allein, ich scheiterte.

Am Ende bleibt mir nur Distanz und Ironie. Der BRD-Staat verändert sich. Allein, ich kann mich darüber nicht so recht freuen.

Andreas Fehler

 

Band III

Kommentare dazu

Reinhardt Cornelius-Hahn

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Gedanken Essay, Zitate und Notizen für die Romane Bände I - III Titel "Das Bauwerk"

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