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Bücher, die nicht oder doch die Welt bedeuten

Nur der Blick zum Himmel ist unbegrenzt, sagt die Poesie. 26 Säulen tragen den Himmel der Deutschen Sprache. Die digitale Welt hat aus der analogen Welt, so scheint es, die Buchstaben vertrieben. Kryptogramme aus Nullen und Einsen sind die neuen Zeichen der Kunst und Information.

Dürre Worte, gebe es da nicht die Macht der Poesie. Mit ihr kann man nur kulturvoll und froh leben. Nehmen wir uns also den Reichtum der Dichtung und es Erzählten, der in uns wohnt wieder zum Maßstab unseres Daseins werden muss. Sprache ist einzigartig menschlich. Nichts lässt uns so fallen oder steigen, wie über die Sinne dem Sein den richtigen Ausdruck zu verleihen.

 

 

Da habe ich Kritiken gelesen, gute, aber eine, die ich nicht verstehe.

 

Man kann sich als Kritiker auch zum Obst machen, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. Die Autorin geht der langen „Recherche“ eines Fans, der sie selber ist, nach, man kann auch sagen, sie liebt ihr Idol. Es gibt sehr viel ungute Literatur, aber diese Erzählung eines Fans oder einer Begeisterungs-Befähigten setzt neue Maßstäbe. Es gibt Fan-Literatur (ich nenne sie mal so) selten Bücher über den Sport, die Kunst oder die Wissenschaft, wo der außenstehende Leser und Verehrer für sein Idol über zwanzig Jahre tätig ist. Und, über sogenannte Entertainer gibt es gar keine Literatur von „Dritten“. Sie vermarkten ihre Show oder ihr Lebenswerk selbst. Das hat mit Dieter Bohlen begonnen und grassiert wie eine Seuche, denn hier geht es nicht um erzählte Literatur sondern, um mit publizistischem Willen „geschmiedete“ Legenden und Aufgeregtheiten. In der Nutzungskette stellen sich die Kinder und später die Enkel vor den Vermarktungströgen und bilden ein weiteres Glied einer Kette, die geschmacklos um die Hälse von Fans, Lesern oder Konsumenten gelegt wird und dort den falschen Glanz einer versorgten, ausgesorgten oder verstorbenen Person entfaltet.

Nun entscheidet sich eine Verehrerin (- und was tatsächlich großzügig ist, der Verehrte oder auch das Idol, ist damit einverstanden), ein kleines Buch über das Geheimnis des Erfolges von Thomas Gottschalk zu schreiben, so wie sie ihn sieht und wie sie ihn erlebt, und kaum ist das Buch in einer veränderten, zweiten Auflage im Buchhandel angekommen, da geht das Geschrei am Fuße eines olympischen Berges los, das könne sie nicht, das dürfe sie nicht, weil sie eben dürftig sei.

Ich habe das Buch mit Freude gelesen und einige Dinge erfahren, die mir Gottschalk liebenswerter gemacht haben, denn dieser Mann ist auch ein Bergsteiger und vor allem ein solcher, der ohne Ausrüstung die Höhe bis zum Gipfel überwunden hat. Dafür begeistert sich die Autorin.

Aber, kaum ist das Buch verlegt, da sagt ein Vollblut-Kritiker sinngemäß, sie sei eine unbedarfte Person, „…die auszog, um das Verdienen zu lernen...", weil sie zwei Auflagen mit unterschiedlichen Titel hat herausgeben lassen..

Ihre eigentliche Tätigkeit kann Ihr niemand bezahlen, dazu ist sie weder zu bekannt noch "berühmt" genug. Sehen wir es also so:

Wollten sie, nicht wenige Autoren und Kritiker der Literatur zum Beispiel den Mount Blanc besteigen, um über einen Berg zu sprechen, den Herr Dieser und Herr Jener kennt, so müssten sie eine gute Ausrüstung kaufen, damit sie es überleben. Dort wird man sonst die Aussicht auf das Große, das Besondere und ganz besonders der Genuss des Erfolges, nicht erleben.

Der Lohn zu Beginn auf den Weg zur Literatur oder zum Gipfel (man kann diesen Mount Blanc auch den Olymp nennen) ist sehr, sehr schwer und besteht nur aus Kosten, ob es auf die Knochen oder ins Geld geht.

Bleiben wir bei dem Kampf um den Gipfel: Da gibt es Leute, die hätten gern die einmalige Aussicht, aber sie wollen sich nicht anstrengen und vor allem, es soll ihnen keine Kräfte kosten. Diese Leute können noch nicht einmal mit einem Revolver im Nacken auf den Mount Blanc getrieben werden. Sie würden sich eher erschießen lassen. Aber, damit sind sie auch nicht einverstanden und so kommt es immer wieder vor, am Fuße des Mount Blanc sammeln sich große Gruppen von intelligenten Menschen, die über die herrliche Aussicht von dort oben aus gesehen so lange darüber reden - bis sie glauben, sie wären tatsächlich OBEN gewesen. Ja, sie können sogar die Aussicht eines anderen Menschen beschreiben, der dort angekommen ist, weil sie ein Foto eines anderen Bergsteigers gesehen haben, dass ihnen zeigt, wie schön es dort oben doch sein kann. Darüber schreiben diese Theoretiker ein oder hundert Bücher und eintausend Kritiken…

Diese Kritiker kaufen sich sogar die Ausrüstung, damit sie den Anschein verbreiten können, sie würden viel verstehen, zum Beispiel vom Erklimmen des Mount Blanc.

Sie, verehrter, unbekannter Kritiker, denken sich an Eiswände, Wände, Felsen und Gletscher auf den Berg hoch und wähnen, sie wären schon auf den Gipfel gewesen. Auch zu einer guten Literaturkritik muss man befähigt sein. Zu meckern, das Original sei besser als die Kopie, das reicht nicht, denn auch der oder die Verfasser, die vielleicht kleinere Brötchen backen, machen satt.

Es gibt nicht nur gute Literatur. Es gibt nur andere Literatur

Um mein kleines Essay (schnelles) abzurunden. Die wirklichen Mount Blanc Besteiger waren oben, genießen und erzählen ihren Freunden (den Lesern) so anschaulich, das die es glauben können, wie schön es dort oben ist. Die Leser und die jungen oder auch kleinen Autoren aber sammeln sich nicht zu Fuße des fast unbezwingbaren Berges, sondern sie gehen in die Werkstätten zurück und stellen Eispickel, feste Schuhe oder wärmere Kleidung her. Kritiker aber können alles, nur nicht schreiben. Sie erinnern an Ärzte, die sich selbst operieren wollen. Ohne Narben, ohne Konflikte. Kritiker in dem Sinne gibt es nicht, dazu muss dieser neidfrei sein. Wer kann das schon von sich sagen? Wer redet heute noch über Lessings Kritiker, aber alle kennen Lessings zitierten Aufschrei.

Aber, ich möchte Belehrung vermeiden

Reinhardt Otto Hahn

 

 

Mir ist der Klima-Lügendetektor so ziemlich egal. Es ist eine Tatsache, das Klima ändert sich nicht erst heute oder morgen, sondern schon seid Aber-Millionen usw.. Das Problem ist doch, wo bleibt die Diskussion, was zu tun ist. Ich war gestern mit dem Hund im Strommühlenpark unterwegs - relativ starker Sturm schon. Ein Rotor machte unmögliche Geräusche. Er war nach meiner Runde fernabgestellt. Heute wird es noch ungemütlicher. Nun meine Überlegung, warum gibt es keine praktischen und konkreten Feststellungen ohne Politikhintergrund? Was nützen diese Tieraufnahmen, die abbrechende Eisberge, die Erhöhung der Temperaturen. Das ist alles bis zum „Erbrechen“ richtig. Die Menschen brauchen keine Ideologisierung oder Politisierung des Problems, sondern bei Sturmwarnung Aufforderung Fenster zu befestigen, nach den Wegen schauen (Schlamm), festes Schuhwerk, Kinder aus der Schule nach Hause, Müll aus den Meeren (sagte ich schon). Wir brauchen ALLES, was uns sagt, wie wir überleben können. Greifbare, fassbare Aufgaben. Es ist zum GRÜNKOTZEN, in den letzten 20 - 30 Jahren ist der Nahverkehr auf Schienen, die Entschleunigung des Transports, die Dauer der Lieferungen, der Gebrauch von PKWs - eigentlich alles, auch das dumme Abschalten der AKWs, die Befestigung von Hängen und Hügeln, die Abflüsse der Bäche, der Anbau von bestimmten Pflanzen usw. unterlassen worden bzw, umgekehrt, aber immer schädlich. MAN befasst sich nur mit noch mehr Problemen, alles geht auf Mitleidstour als wären die Menschen zu dumm, zu begreifen. Man belügt die Menschen mit halben Wahrheiten wie noch nie. KURZ gesagt, es fehlt die Vorstellung darüber, wie die Welt morgen politisch aussehen wird, dass ist berechenbar. In die Lücke springt jetzt eine gewalttätige Religion. Die Grundlüge ist die, Menschen werden rassistisch, sexistisch und nationalsozialistisch abgestempelt, dabei geht es nur um eine extreme religionspolitische Kraft, die alle Zukunftsbewältigungen und - vorstellungen unterwühlt. Vielleicht mal eine banale Feststellung, wurde der 30 Jährige Krieg aus rassistischen, sexistischen (ja, Sex gab es damals auch schon) und nationalistischen Gründen geführt. Es war ein Religionskrieg erster Güte, vollster dämonischer Kraft mit Millionen Toten. Ich hör mal auf mit dem Frust, im Hintergrund läuft das TV. Allein Banken so umzubauen, dass sie Investitionen, Ideen und Zukunftsbewältigungen unterstützen, gelingt in Europa gar nicht. So lange Herr P. von der Bahn im Monat 53 TEuro verdient und eine Dame für ein Jahr Arbeit eine Abfindung von 12 Mio erhält, so lange hat keiner das Recht dazu, sich über die Bevölkerung und die Menschen aufzuregen, die ihr bisschen Sicherheit hüten und bewahren wollen. Das System ist todkrank und hat den Untergang verdient. Das System ist austherapiert. Es ist ungerecht und es strahlt Dummheit aus - gehe mal in die Schulen und Kindergärten. Hier passiert was, dagegen ist die Umweltkatastrophe aus menschlicher Sicht ein Witz. Uns werden bald dumme, gewalttätige und dreckige Menschen gegenüberstehen, auch deutsche. Die amerikanischen Gewalt-Filme werden Wirklichkeit...Und Lügen, was sind schon Lügen wert. Ich habe vor zwanzig Jahren in einer Aula eines Gymnasiums über die ökologischen Probleme gesprochen (Sprachen lernen, Dämme bauen, Teilen, Nahrung sichern). Damals teilte man bei Böckeckern mit, der Mann mache den Jugendlichen Angst mit seinen Visionen. Ebenso kann ich über das Elend reden, das die Sucht mit sich bringt - es ist schlimmer geworden. Zur Zeit redet man den Leuten ein, Flüchtlinge wären ein Segen und goldwert - sie werden das auch noch sabbeln, wenn sie zu den Autodrehkränen geführt werden. Nur Idioten glauben, der Islam sei tolerant. Anstelle dessen beschimpft man Trump und meint, er sei der Idiot. Ja, mein Gott, was wollen die Menschen denn? Aus Angst vor dem globalen Genozid durch Umweltprobleme können sie sich ja gleich durch einen Atomkrieg umbringen...Es ist lächerlich heute über Probleme zu sprechen. Probleme beanspruchen Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit bringt Geld. Eben erzählt der TV Moderator über Wahlstrategien, kann man Wahlen mit Lügen gewinnen, es geht uns schlecht, die Muslime übervölkern uns und das Verbrechen nimmt zu. Das ZDF beweist, es geht allen so gut wie noch nie, alle kommen miteinander aus und die Menschen wollen viele Kulturen und alles ist sauber - so der Reporter. Ja - ich habe Menschen im Wedding besucht, vor ein paar Tagen. Ich war froh, als ich wieder im Auto saß und abfahren konnte. Ähnlich ging es mir in Krefeld, ich habe meine Schwester besucht. Entweder ich halte mich immer am falschen Ort auf oder ich bin auch so ein Idiot, der grundlos Angst vor dieser Religion hat. Der Reporter sagte zum Schluss, auf Umfragen kann man sich nicht verlassen. Das ist richtig, wer lügt glaubt es zuletzt auch selbst, dass er nicht lügt. Die Lüge wird zur Maske einer Verstellung, der man selbst zum Opfer fällt.

Reinhardt Otto Hahn hat Matthias Sparfelds Beitrag geteilt.

 

 

Der Ausflug in die Religion war nicht unbeabsichtigt, ich habe ihn nur nicht richtig angefügt bzw. „eingepflanzt“ ins Geschehen. Religionen übernehmen gern die „Fürsorge für die Zukunft“. Betet, alles wird gut. Folgt der Scharia, alles wird gerecht. So GOTT will usw. ich meine, die gesamte zivilisierte Welt (darf man das noch sagen) befasst sich wie wahnsinnig mit der Integration und dem Multikultilarismus, als wenn es keine andere Probleme gäbe als die Menschen aufzuhängen, wenn sie dort keine Sozialwohnung erhalten und da, wenn sie den Glauben nicht ausüben wollen. Um das Thema noch stärker zu „stürzen“, hier wird einem Kind ein Gürtel mit Sprengstoff umgebunden, auf dass es ringsrum alle „frikassiert“, dort legt sich ein Mensch auf den OP Tisch, um eine Lebenniere zu spenden (300 gr. leben). Wie verrückt muss es noch werden? Darum, Läuterung durch Schrecken, durch Angst, durch Tod, durch das Ende. Ich sage es immer wieder, kein Menschen ändert etwas an und in seinem Leben wirklich, wenn die Umstände ihn nicht dazu zwingen. ..Um es schwülstig zu sagen, nur der Tod und die Liebe verändern, alles sonst ist Fake News.

 

Band III

Kommentare dazu

Reinhardt Cornelius-Hahn

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Gedanken Essay, Zitate und Notizen für die Romane Bände I - III Titel "Das Bauwerk"

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