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Unsere Grenzen sind Bilder ohne Worte

Was ist rechts und was ist links?

 

Die Unterscheidung geht auf die Sitzordnung in der französischen Abgeordnetenkammer zurück. Auf der rechten Seite saßen die Parteien, die für den Erhalt der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eintraten. Auf der linken Seite saßen Parteien, die eine Änderung der politischen und sozialen Verhältnisse anstrebten.

Heute ist der Gebrauch der Bezeichnung der Sitzanordnung in skandalisierende und diffamierende Weise denunziert. So bezeichnet sich die SPD als linke Volkspartei, die Presse spricht aber auch von rechten Sozialdemokraten. Die CDU sagt, sie sei eine Volkspartei der Mitte, sie hat aber die Mitte verlassen und ist Teil der Staatsbürokratie geworden. Also unlebendig und regelbesessen.

Bei den Liberalen werden in linke und in neoliberale unterschieden, es ist eine reine Wortspielerei daraus geworden, die inhaltslos durch die Presse und die Medien irrt.

Der Faschismus galt als ein Hort der rechtsextremistische Bewegungen, aber es gibt auch den linken Extremismus / Radikalismus, den man ohne nähere Bewertung schon als linken Faschismus einordnen kann.

 

Ein wenig noch zu gebrauchen ist das Werteverständnis und das Verhalten der Menschen, geht es um ihre ethischen Vorstellungen.

Links waren oder sind fragmentarisch noch: Gleichheit, Gerechtigkeit, Nähe, Wärme, Formlosigkeit, Idealisierung, das Internationale und die globale Solidarität.

Rechte Ethik strebt wertkonservative Vorstellungen an, betont Unterschiede, Autorität, Distanz, geregelte Umgangsformen, Disziplin, die nationale Identität und den vaterländischen Patriotismus.


Wirtschaftlich stehen sich staatliche Planung, öffentliche Kontrolle und Privatwirtschaft, leistungsabhängiger Wettbewerb gegenüber.

Die Linke versteht unter Freiheit die Einsicht in die Not, die alles wendet,
Der Staat soll sich um soziale Sicherheit und Geborgenheit sorgen, was man bei der aktuellen Politik bezweifeln muss (SPD). Rechtsgerichete Politik versteht Freiheit angeblich umgekehrt, weg von staatlicher Gängelung und staatlichem Zwang. Das ist bei den rechten Pareteien oder auch Volksparteien zu bezweifeln. Früher schätzen sie Anstrengungen, Risikobereitschaft und Aktivität.

Zusammengestellt und überarbeitet aus zwei Jahrhunderten: Reinhardt Cornelius-Hahn

Vortrag eines Publizisten aus den Vereinigten Staaten frei übersetzt
 
Der Islam ist eine Religion, die den Staat trägt und kleine Toleranzen zulässt. Das haben übrigens alle Ideologien und Religionen so an sich. Das Ergebnis sind Diktaturen, Gottesstaaten, Despoten und mehr. Sie sind staatstragende Gebilde, die Mehrheitsverhältnisse bilden, die unersättlich darin sind, Menschen erst sozial, dann geistig, später seelisch und sogar noch leiblich vereinnahmen.
 
Sie tragen den Krieg in sich und töten Menschen. 
Wir in Deutschland haben uns (aus der Geschichte gelernt) nach der Totalität der römisch/katholischen Kirche, nach kommunistischen Staatsgebilden und nach Nazi-Diktaturen entschlossen, Demokratie als Lebensform in der Gesellschaft zu ertragen (49% geht es immer etwas schlechter als 51%). Wir regeln Toleranz über Parteien und Meinungsstreit und Lebensentwürfe. Das Monopol der Gewalt hat der Staat, den wir uns aufgebaut haben. Eine Demokratie, die von Humanismus, Gleichheit und Aufklärung getragen wird.
Wir wählen Parteien und keine Stalins, Hitlers, Ajatollas (?), Maos usw, auch keine Könige und Kaiser (jedenfalls nicht in Deutschland).
 
 
Menschen leben nur einmal und auch nur sehr kurz. Bisher haben 102 Milliarden Menschen gelebt, 13.000 kriegerische Auseinandersetzungen hat es in der jüngeren Geschichte der Menschheit  gegeben.
 
Falls die Menschen weiterhin das Leben in den demokratischen Gesellschaften infrage stellen, werden sie für ökol./ okonom../ techn. und auch kosmische Probleme keine Kraft mehr haben. Unseren Planeten gibt es schon seit vielleicht 6 Milliarden Jahren.
Uns wird kein Gott retten, keine Religion und auch keine Ideologie, geben wir der Totalität von Allmachtsvorstellungen der Religionen oder Ideologien nach.. Es wird nur gemeinsam gehen. Und, mit mittelalterlichen oder idealisierenden Zukunftsvorstellungen des Zusammenlebens schon gar nicht.
Das Seelenheil bringt nicht der Tod (wie es ja auch die Christen glauben wollen - der Erlöser usw.), sondern es liegt in uns selbst. Wer Frieden in sich trägt, der hat auch eine gute Botschaft anzubieten.

 

November 2014

Nur zum Verständnis, diesen Text habe ich vor drei Jahren am vierten November veröffentlicht. Nun kann man ermessen, was passiert ist und man kann auch sagen, alles war schon vorher klar und bestimmt. So, nun der Text......Der Text ist länger geworden, mein Zorn ist so groß. Was ist das nur für ein Leben, das nur aus dummen Gequatsche besteht. Vereinsamung wegen mangelnder Teilhabe an der allgemeinen Verdummung. Man hat nur sich, so oder so. Da leben sie auf ihren Dum-Dum-Planten und man verliert alle Gespräche und Inhalte und verdorrt auf seinem Vernunft-Stern. Das Universum der Menschen, also die sogenannte Welt, bietet nur noch zwei Märchen an: ICH und REICH. Alles Ehrenvolle, Heldenhafte, Schöne, Geistvolle bringt kein Profit.
 
Trotzdem - 
Die Poesie hat immer Recht.
Investigative Journalisten sind mit der Hilfe von “Whistleblowern” stets darum bemüht, etwas zu enthüllen, oder aufzudecken. Dafür haben sie gute Gründe. Mit diesen Mitteln wird die Quote oder Käuflichkeit einer Information gehoben.
Investigative Journalisten bedienen sich oft auch der moralischen Verworfenheit von Denunzianten und informellen Mitwissern und präsentieren sie glaubhaft gemacht über Whistleblower oder Informanten. Es ist der „aufklärende“ investigative Journalismus, der auch die Poesie zerstört und die Kräfte der Menschen hemmt, da sie auf Sicherung ihrer Privatsphäre bedacht sind und nun auch nicht mehr das geistige Erlebnis der Literatur als ein Wagnis für das Neue, Veränderbare oder Vorbildliche annehmen möchten.
Diese Form des Journalismus hat die Nachricht, den Bericht und auch die Reportage abgelöst.
Der Poet bedient sich immer der Stimme der Wahrhaftigkeit. Diese Wahrhaftigkeit, aus der Wirklichkeit gewonnen durch lebendige Erfahrung, durch erlerntes Wissen und soziale Parteinahme, streitet gegen die Feinde der Toleranz und der Freiheit. 
So könnte es gewesen sein, das hätte auch mir passieren können, oder das ist ein Vorbild und Ähnliches, diese ethischen Kriterien zählen heute nicht mehr, sie erlauben nicht den maximalen Profit, da sie moralisch und sozial sind. Das bedeutet, die Literatur in der Belletristik hat keine Chance mehr gegen die konstruierten Schrecknisse der Wirklichkeit, die durch Journalisten abgedrängt, inszeniert und spannend sich gegen Jedermann und seine Zufriedenheit richten.
Einst von Reportern als Aufklärungsmittel eingesetzt, gepaart mit einer festen Überzeugung und dem guten Glauben für eine gerechtere Welt und eine bessere Demokratie, waren Recherche und Aufdeckung handhabbare Arbeitsmittel, um einen ausgewogenen Journalismus zu betreiben, der wirtschaftlichen Filz, politische Machenschaften und demütigende Menschenverachtung aufklärte.
Was vielversprechend, vorzeigend (vielversprechend aufgezeigt) und spannend in den „Zwanzigern“ des letzten Jahrhunderts mit Leo Lania begann, über den Watergate-Skandal in den USA und bis zu Günter Walraff zur Aufdeckung von Migrationshintergründen fortgeführt wurde, erfüllt den Kampf um die Quote innerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht mehr.
Aufmerksamkeit ist Profit, Bargeld, Aktienkapital - Zeit ist Geld, kurz gesagt.
Die Ware Wort, in Zeitungen geschrieben und verkauft, von Reportern erzählt und angeboten und milliardenfach in Smartphones gesprochen, ist heiß umkämpft. Es geht um den Profit, oder auch bildlich gesprochen, um das Goldene Kalb. Das Goldene Kalb ist das „Wort“. Nur eine winzige Bemerkung eines Finanzministers, eine gedachte Möglichkeit in der Politik geäußert oder die Warnung vor einem Meteoriteneinschlag, der in zweitausend Jahren die Welt verändern würde, verändern die Kurse an der Börse.
Die digital betriebene Vernetzung der Welt stellt hohe Ansprüche und Forderungen an die Menschen. Was im „Sozialismus die vorgetragene und verlangte Indoktrinierung der ideologischen Werte“ war, um Staatsinteressen vorteilhaft mit einer einseitigen Parteinahme zu vereinen, ist in der kapitalistischen Gesellschaft in ihrer reinsten Form die Heuchelei einer öffentlichen Moral, um die Geldgier und Machtinteressen aller Beteiligten zu verdecken und zu ummänteln. Sie sind keinen Deut besser als die religiösen Fanatiker, die sich auch nur nach Macht und Reichtum sehnen.
Es gibt wahrscheinlich auf längere Sicht keine anderen Merkmale für Verhalten, Muster, Regeln, Ordnungen und Werte mehr, als der monetäre Ausdruck einer Sache, die scheinbar ethisch oder moralisch auf Menschen noch wirkt.
Wir bilden Ihre Meinung ist abgelöst worden von der ethischen, auch ästhetischen Maxime, nur Profit schafft das Menschenbild.
Die Poesie, über Jahrtausende verantwortlich für die Vorstellung, das Gedachte oder das Mögliche im Märchen, in der Tragödie, im Roman, im Gedicht oder auch auf der Bühne zu zeigen, ist abgelöst worden von der Macht des Wortes, das Sicherheit, Reichtum, Überfluss und Parteinahme suggeriert.
Der investigative Journalismus hat sich heute zur digital betriebenen Allmacht - innerhalb und auch außerhalb der westlichen Demokratien - gesteigert. Seine Sprache ist oft verräterisch subjektiv, führt die Politik demokratisch zu wählender Parteien zumeist demütigend vor, bemüht sich wegen der Quote um jede mutmaßende und absurde Schnüffelei, nennt Geheimnisse und Verborgenes und informelle Tätigkeiten von Denunzianten Whistleblower, scheut kein profiterhöhendes Risiko (mehr) und ist oft auch nicht mehr in der Lage, eine aufklärende, bereichernde und vor allem „nüchterne” Information abzuliefern.
Die Journalisten und ihre Gönner:
Fußballer, Entertainer, Politiker, Filmstars, egomanische Finsterlinge und sogar Diktatoren haben die Poesie der Dichter gemeuchelt. Sie ist nichts wert, sie bringt keinen Profit. Die gesamte Skala des Ekligen, Absurden und Menschenverachtenden wird bedient, um einen neuen „Geschmack“ zu bilden. Die Medien sind mit ihren Smartphones, Tabletts, PCs und anderen elektronischen Medien allgegenwärtig und verdrängen die Bildung, das Wissen, die Menschlichkeit und alles, was mitleidet, mitfühlt und miterleben möchte, durch Polarisierung auf das für sie Grundsätzliche: Was kostet das? Was bringt es? Was verdiene ich daran?
Besonders problematisch ist, die öffentlich-rechtlichen Anstalten bemühen sich im Kampf um die Quote besonders intensiv um den schlechten Geschmack. Die Konkurrenz gegenüber den privaten und vielleicht noch eher freieren Medien zwingt sie dazu, ihr genehmigtes und staatlich erhaltenes Dasein ständig unter Beweis zu stellen.
Die Neigung zur Institutionalisierung, man kann auch sagen, zur Festschreibung und „Feststellung“ ist übrigens ein Problem aller Institutionen und Verbände, die subventioniert früher oder später die Neigung zum Wohlverhalten des Geldgebers entwickeln müssen. Hier steht nicht nur die Poesie, hier steht die Menschlichkeit an sich auf dem Spiel, weil Regelungen, Ordnungswut und devotes Unterwerfen den Apparat selber dazu zwingt, dass er nicht mehr für den ursprünglichen Handlungszweck funktioniert.
Das geht so weit, dass Probleme in der Gesellschaft, zu deren Kompetenz eine jeweilige Einrichtung berufen wurde, nicht gelöst werden, weil die Arbeitsplatzerhaltung eine natürliche Gegenteiligkeit der Zweckbindung zum Konflikt oder Problem bedingt. Das ist nicht neu, schafft auch nichts Neues.
Die Medien sind der Medien Feind geworden. Die halbe Wahrheit, so Karl Kraus, wird zu einer anderthalbfachen Lüge, ...sie muss nur glaubhaft und als wahr „verkauft“ werden.
Die Poesie, die von der Vorstellung eines Idols um der Nachahmung willen geschaffen wurde, also Helden geschaffen hat, ist zu genau und zu klar und auch zu tolerant in ihren Absichten. Die Poesie ist für das Volk. Sie vermittelt Hoffnung, Zuversicht, Glaube und Vorbild.
Anders bei den Journalisten: Die Botschaft an die Rezipienten der zu beschreibenden und darzustellenden Wirklichkeit, um die es in dieser so wichtigen Berufsgruppe der Journalisten geht, ist ebenso wie sein Lese- Hör- und Sehpublikum an der Langeweile erkrankt und führt informell das Leben nur als ödes Schattendasein vor.
Die gute Nachricht heißt heute: Das Leben ist schlecht. Man betrügt dich. Alles ist nicht wahr. Wir bilden deine Meinung. Wir machen das Volk mündig und sagen? (sprechen)- durch Aufklärung. Das ist falsch, es wird nur verschleiert, was dem Volk alles genommen wird. Das Volk wird von seinem Lebensalltag abgelenkt. Auch die Verantwortung über sich selbst, sie wird nur von einer “Elite” wahrgenommen. Die Medien verkopfen die Sicherheitssehnsucht und die Lebensangst der Menschen über die Augen und Ohren durch Scheinlösungen, Scheinangebote, durch Versprechungen - kurz gesagt, sie betrügen die Menschen um die Wirklichkeit dessen, sich eine eigene Vorstellung vom Leben zu erarbeiten, zu bilden und zu erfahren.
Die Nachricht von Gestern ist nicht nur uninteressant, ebenso die Nachricht des Tages ist schon, nachdem sie gesagt wird, mit dem Erleichterungsgefühl verbunden, mich hat es nicht getroffen, oder ich bin noch einmal davongekommen mit meinen tausend Ängsten. Es ist die scheinbare Nachricht von Morgen oder Übermorgen, die auch noch wird wegen der Quoten. Darum werden nur halbe Wahrheiten oder Fälschungen der Wirklichkeit verkauft.
Die Wahrheitsfindung wird nicht faktisch, sondern als konjunktive Mutmaßung betrieben. Ein Publikum, sich wahrscheinlich durch visuelle und akustische Dauerpenetration in einer Agonie der Reizunempfindlichkeit befindend, muss immer wieder „erweckt“ und „berührt“ werden, damit der verkopfte Verstand in einer seelenlosen Körperhülle sich in permanenter Erregung und Aufregung befindet. Das ist der Trend. Dort geht es hin.
Fiktionen, sonst nur in der epischen Breite der Literatur zu Hause, werden als Fakten angeboten und schon vorher so von Journalisten gewusst, um später nach der Auflösung der Irritation oder Fehlmeldung als noch zu dementierender, aber spannender Informationsmüll noch gut verkauft werden zu können. Die Milliarden Leserbriefe in den Online-Diensten sprechen hier Bände.
Das Geschäft mit der Desinformation blüht. Die Informationen von Whistleblowern werden zu einer Droge mit ungewissen Ausgangswirkungen (Entzugssymptomen), sie werden präjournalisiert verarbeitet, und um den Rausch der Informationsgier möglichst stabil zu halten, wird der Rezipient mit kleinen Wort- und Informationsdosen gefüttert, um das fatale und oft falsche Ergebnis möglichst zu verzögern und das Interesse lange wach halten zu können.
Und, wie das so ist mit der Sucht, der Abhängige glaubt bis zuletzt, er habe sie unter Kontrolle, die Aufmerksamkeit, die er geben muss, um die geweckte Quote „abstillen“ zu können. Diffuse kognitive Defizite werden erzeugt. Die „Abschaltung“ funktioniert nicht mehr. Ein Sachstand, der ohne den Quotendruck nicht vorhanden wäre, wird zum „Gott aus der Maschine“.
Lügner, Halbinformierte, Aufklärer, Alleswisser, Besserwisser und all die Apologeten der Desinformation beherrschen die Wirklichkeit nicht, aber sie haben Hochkonjunktur. Ironisch kann man auch feststellen, die Medien- und Kommunikationswirtschaft wird von der Astrologie der Worte beherrscht. Die Allmacht des Wortes spielt Schicksal. Die Demokratie mit ihren einfachen Mechanismen wird aufgeweicht von einer neuen Ideologie der Parteien und Ämter, auch der Despoten und Diktatoren, sie besteht aus Vorschriften, Regelwut, Belehrung, Unterdrückung aber auch aus Verwirrung, Desinformation oder Mangel an Bildung.
Die wahr werdende Angst vor dem Könnte und Hätte und der Kälte vor einer unmenschlichen Zukunft beherrscht hysterisch das an Opulenz und Saturiertheit erkrankte Land.
Die Zensur durch Profitablität der Medien ersetzt die innere Zäsur. Die Menschen oder besser das Volk, belügt sich immer gekonnter, geschlossener und totaler. Der Selbstbetrug macht krank und unglücklich. Die Medizin oder das Heilmittel für alles ist Geld.
Genau genommen interessiert sich der ‘neue’ Journalismus der Medien (Nerts und Whistlebloower eingeschlossen) für alles, aber nur sehr wenig oder gar nicht für das wirkliche Leben, denn der Handel mit der Wahrheit und Wirklichkeit ist, anders als früher, nicht mehr lohnenswert. Daraus lässt sich keine Hure machen. Nur die Spekulation, eben die Übertreibung ist interessant und somit wichtig. Sie ragt heraus, und nur sie ist profitabel.
Der Kampf um die Ware „Wort“ ist aufs Heftigste entbrand. Der Wert der Ware liegt im Ursprung des Wortes selbst. Wetterberichte werden sprachlich zu dramatischen Naturexzessen gestylt, in der Alltags-Politik ist die Frontberichterstattung eingezogen, gegen Grippeerkrankungen wird Krieg geführt. Der objektive Bericht oder die Tatsache oder auch die Nachricht ist längst einer subjektiven Einfärbung der Worte gewichen, die ein mehr oder minder ausgebildeter Charakter formuliert. Natürlich hat jeder Zufall oder jede Gelegenheit einen Zugang zu einem öffentlichen Mikrofon oder zu einer Kamera, sei es auch, die Tastatur eines Laptops, um jede ihm einfallende Dummheit beleidigend in die Welt zu schwätzen, zu behaupten oder zu Twittern.
Vor dem Hintergrund der gewaltigen Veränderung in den Medien, die der Verfasser an anderer Stelle durchaus benennen kann, kommt es darauf an, wieder zu einer klaren, vernünftigen und ja auch sauberen Erstattung von Nachrichten zurück zu finden.
Ansonsten muss das heutige System Journalismus in sich zusammenbrechen. Ein unüberschaubares System der Journalisten untereinander und durcheinander weitergereicht, ist der einzige Soll-Faktor für das Denken geworden.
Wir leben in einer unpoetischen, unpersönlichen und unmoralischen Welt. Kein Mensch braucht ein Buch, aber ohne Bücher wären wir wahrscheinlich nur noch Unmenschen. (und keine Menschen mehr).
Ich schreibe (an) gegen den Profit, gegen Unmenschlichkeit, und führe in einem doppelbändigen Buch den Beweis über Generationen, dass ein heute geschriebenes „erfolgreiches“ Wort nur einen monetären Charakter hat und das Mensch-Sein verletzt, verdirbt. Ich stehe mit meinen Worten in diesem Buch gegen den dominanten, allumfassenden und gewalttätigen Profit, der die Welt der Menschen zerstört.
Alle meine Bücher sind humanistisch geprägt und stehen auf gegen eine Welt, die scheinbar unveränderbar und unverrückbar ist und in rasender Geschwindigkeit den Tod aller in „Kauf“ nimmt.
Das Material der Journalisten: Der investigative Journalismus besteht aus zweierlei Ängsten, erstens, die des Opfers oder Rezipienten, der der Pressefreiheit und der veröffentlichten Öffentlichkeit nicht mehr vertraut, und zweitens, aus der Angst der heutigen Wortverbreiter selbst, keine die Konkurrenz in ihre (die) Schranken verweisende Nachricht mehr anbieten zu können.
Nur noch sechs Prozent (?) des weltweiten Bruttosozialproduktes bestehen aus der Wertschöpfung von Dingen oder Sachen. Vierundneunzig Prozent des Geldumlaufes weltweit sind Worte und Zahlen. Wären sie nicht, so würden gigantische Vermögen Einzelner oder die einiger Gruppen wie Banken, zum Beispiel, in ein Nichts zerfallen.
Es fehlt das Maß. Würde nur produziert und sonst passiert nix, das würde bedeuten, keinen Profit mehr erwirtschaften zu können. Ohne Zinsen und Kredite würde es keinen Kreislauf einer Ernerung geben.
Keine superlativen oder auch sonst monströsen Informationen mehr anbieten oder vorhalten zu können, bringt es mit sich und bedeutet den Untergang der Worttätigkeit oder der Arbeitsplätze, von denen sich schon ein Teil der Gesellschaft distanziert hat.
Schon zu früheren Zeiten hat man eine Sau durchs Dorf getrieben, damit man was zu bereden hatte. Heute schließen die Menschen vor den Schweineherden das Fenster im Kopf.

Aber, das Material des Dichters besteht nur aus der Poesie, aus der Vorstellung für eine bessere Welt. Eine Welt, die aus Wahrhaftigkeit besteht, die zur Wirklichkeit werden könnte.

Ein Buch stößt das Fenster zur Welt auf und lässt Literatur herein. Atmen und sich anders bewegen, das ist die Botschaft und daran zu glauben. Noch ist das fast Unmögliche abzuwenden und, dieser Satz ist aus der Wahrhaftigkeit der Poesie entstanden: Retten wir die Welt. Unser Leben lang haben wir die (noch) Zeit dafür. Es wird knapp, Freunde. Bald gibt es uns und keine neuen Bücher mehr.
 
 
 

 

 

...und ist für uns kaum oder gar nicht vorstellbar. Zwei Sachverhalte zum 13. August und zum Erinnern.

 

AUCH HITLER HAT DIE MAUER GEBAUT:

Erstens, meine Generation ist nach dem Krieg geboren. Meine Enkel sind in diesem neuen Jahrtausend geboren. Setze ich das zeitlich auf mich um, das wäre fast so, als würde man mir die Deutschen Einheitskriege von 1870 immer wieder neu zur Verarbeitung anbieten (vielleicht auch zur Erziehung). Also, es wird oder ist Geschichtswissen. Der moralisch ethische Bezug verliert sich und es wird zur Handlungs-Maxime. Der Völkermord wird in keinster Weise still hingenommen oder gar toleriert. Er ist tabuisiert durch die Nürnberger Prozesse. Eine Regierungselite wurde zum Teil zum Tode verurteilt. Man kann da weiter aufzählen - (Es ist auch müssig, die Japaner hatten einen Anteil von 22,5 Mio getöteter Menschen im II. Weltkrieg, die Russen haben unter Lenin / Stalin in den Säuberungswellen und mit den Hungertoten mehr als 30 Millionen Menschen auf dem Gewissen. Man kann das noch ausdehnen - vom 30-Jährigen Krieg bis zum II. Weltkrieg sind in Mitteleuropa 13 übernationale Kriege geführt worden. Die Deutschen haben im besagten 30-Jährigen Krieg von 12 Mio Menschen mehr als 4,5 Mio verloren. Die Katholiken und andere haben furchtbar gewüstet - doch wer redet heute von einem Völkermord, obwohl wir 2017 die 500 Jahrfeier der Thesen-Anschläge (Luther) feiern. ZWEITENS - ich finde es unverantwortlich, wenn heute jeder die Geschichte zum Instrumentalisieren benutzt, wie es ihm passt. Man kann nicht jeden kleinen Glatzkopf, der sich pyromanisch betätigt, nicht jeden dussligen Anti-Fa Studenten, der mit Eisenstangen auf Polizisten einschlägt und schon gar nicht die konservativen Bemühungen von Parteien in Europa die national-sozialistische-deutsche-Arbeiter-Partei-Absichten der Faschisten der 30-zige Jahre unterstellen und sie mit der Patriotischen Bewegung in Dresden gleichsetzen. Ich meine hier die damalige NSDAP, deren Namen man wegen Sprachnähe zu heutigen Parteien auch nicht gern ausspricht. Es ist unerträglich, wie schnell, wie gemein und wie ungefiltert die heutige, herrschende Elite von den Neo-Nazis in Deutschland spricht. Vom Linksfaschismus ala Kim Nord-Korea spricht keiner, obwohl gern einige Linke oder Grüne ein schön geordnetes, gleichgeschaltetes Land wünschen würden. Es ist einfach schlimm und eine Verhöhnung der damaligen Opfer, sie immer wieder zu benutzen, um andere schuldig zu machen oder zu verhöhnen. Es gibt da einige Tabus, die scheinen für die gesamte Welt zu gelten, außer für den linken Faschismus, den islamischen Fundamentalis und für die lieben deutschen Elite- oder auch Altparteien, die damit angeben, dass sie den Antifaschismus mit Löffeln gefressen hätten. Das dachte Honecker auch bzw. Ulbricht. Das mal im Namen des 13. August, der nicht nur einem Berliner Bürgermeister gehört. Meine Familie, drei Geschwister im Osten und drei im Westen, wir wurden durch den "Antifaschistischen Schutzwall" von unserer Mutter getrennt. Ich habe meine Mutter 28 Jahre nicht gesehen. Wer hat mir / ihr das angetan? Die Wurzel waren die 12 Jahre, der furchtbare Krieg, die Teilung Deutschlands und auch die Überwindung der Teilung. Ich denke, das gesamte Deutsche Volk hat in seiner absoluten Mehrheit genug getan, um unmittelbar Schuld und Sühne abzubüßen. Nun komme mir keiner mit dem Spruch; wehret den Anfängen... Jedenfalls nicht so, dass man die heutige Jugend mit dem Kopf in den Topf der Zeitgeschichte steckt und sie stigmatisiert und ihr mit unberechtigter Scham die Selbstachtung nimmt, deutsch zu sein, unsere Sprache zu sprechen und auch ihre nationale Identität zu lieben. Hebbel hat geschrieben, würde man das Deutsche Volk erschlagen, so würde man weinend nach den Erschlagenen graben, weil viele Vorzüge, Eigenschaften und auch Verhaltensweisen, dem Deutschen und den Deutschen zu verdanken sind. Das ist fast 200 Jahre alt und zu dieser Zeit war Deutschland zerschlagen und aufgelöst in -zig kleinen "Ganoven-Tümern", so ähnlich wie heute jeder MP eines Landes denkt, Land, Volk und Geld würde ihm persönlich gehören und wer das nicht kapiert ist Nazidreck. Vielleicht mal das zum Wochenende, sonst verstehen es einige Leute nie und das müssen nicht unbedingt die Jüngeren sein..

 

 

Reinhardt Cornelius-Hahn

06108 Halle (Saale) 

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Gedanken Essay, Zitate und Notizen für die Romane Bände I - III Titel "Das Bauwerk"

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