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Der Tag davor - Politik und Wirkungen

Von Alexander Eva

Kehl, den 5. Dezember 2014

 

Liebe Verwandte, liebe Freunde,

 

es ist nicht ausgeschlossen, dass ich durch meinen diesjährigen Rundbrief Freunde verlieren werde, obwohl ich mit einigen von ihnen schon seit über 30 Jahren in dieser besonderen Zeit Glückswünsche ausgetauscht habe. Aber wie schon Aristoteles zu Platon wegen Meinungsverschiedenheiten gesagt haben soll: „Platon ist ein Freund, ein besserer Freund ist die Wahrheit“.

Natürlich werde ich meine Meinung nicht laut auf der Straße verkünden, aber ich kann es nicht lassen, meine Enttäuschung über die Nachrichten in der „freien Welt“ gerade denjenigen Menschen mitzuteilen, die ich als Freunde empfinde und die meine Geschichte kennen.

 

Selten hat sich in einem Jahr in der Welt geopolitisch so viel verändert. Noch nie gab es weit und breit so viele Kriege. Noch nie haben so viele Menschen an Märchen und Lügen in einer Gesellschaft geglaubt, die sich demokratisch nennt. Noch nie wurden solche Mengen von gleich geschnitzten, unüberprüften Nachrichten in unserer „demokratischen Welt“ zentral gesteuert und gezielt an die großen Nachrichtensender (z.B. ARD, ZDF, Deutschlandfunk, Deutsche Welle) und an ihre Zuschauer / Zuhörer von wahrscheinlich gekauften Journalisten wie Atai, Eigendorf, Kleber, Lielischkies gebracht. Und wenn man sich über die amerikanischen Nachrichten informiert, hat man den Eindruck, dort wird die Melodie komponiert und aufgeführt und hier danach nur noch kopiert. Die gleichen Nachrichten werden papageiartig auch in den französischen Medien serviert. Das Rückgrat einer Demokratie ist aber die Vielfalt der Nachrichten und der Respekt verschiedener Meinungen.

Täglich vergleiche ich die europäischen und die russischen Nachrichten. Ukrainisch verstehe ich auch ziemlich gut, sodass ich, wie ich meine, mir eine ziemlich objektive Meinung bilden kann.

In der UdSSR wurden die Medien von der kommunistischen Partei und dem Propagandaorgan des Politbüros gelenkt. Glaubt mir, wir waren damals nicht so naiv. Den meisten Menschen war bewusst: Prawda, Iswestija, das war alles Propaganda, man musste zwischen den Zeilen lesen können. Das erkennen meiner Meinung nach die Menschen hier nicht: Weil sie überzeugt sind, in einer Demokratie zu leben, vertrauen sie ihren Medien. Tatsächlich herrscht aber auch hier ein Medienmonopol, ein Einheitsbrei, und ein kontrollierter Skript läuft ab, über was wir wissen und denken sollen.

 

Meine Ernüchterung begann vor einem Jahr, anlässlich des EU-Treffens am 28.-29. November 2013 in Vilnius, mit der litauischen Präsidentin Dalia Grybauskaité als Gastgeberin.

Unter der Führung von Jose Manuel Barroso, Herman van Rompuy, Catherine Ashton und Parlamentspräsident Martin Schulz – natürlich war auch Kanzlerin Merkel anwesend, geschah es, dass der damalige ukrainische Präsident Janukovitch den Kooperationsvertrag mit der EU nicht unterschrieb, und dass man Russland von den Verhandlungen mit der Ukraine ausschloss, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass Millionen von Russen und Ukrainern miteinander verwandt sind, und die Ukraine aus verschiedenen Völkern und Kulturen besteht. Es war mir sofort klar, dass es ein unverzeihlicher Fehler war. Damals schon prophezeite ich den Bürgerkrieg, den wir heute haben.

Die jetzige Regierung in Kiew, in der zahlreiche Rechtsextremisten sitzen, hat von den USA und von der EU Narrenfreiheit bekommen und wir dürfen die Wahrheit über das nicht erfahren, was in Lugansk und Donezk in den letzten Monaten tatsächlich passiert: In diesen Regionen lebten ca. 8 Millionen Menschen, von denen die meisten russischer Abstammung sind und russisch als Muttersprache haben, und die von der Kiewer Regierung als „Terroristen“ bezeichnet werden. Durch die ständige Bombardierung durch die ukrainische Armee wurden die Infrastruktur und viele Schulen und Kindergärten zerstört. Mehrere Tausende Menschen kamen um, unter ihnen viele Kinder. Die alten bzw. armen Menschen, die nicht flüchten konnten, leben in den Kellern. In der ukrainischen Armee, beispielsweise in dem Bataillon „Azow“ tragen die Soldaten Uniformen mit Nazi-Symbolen (Hakenkreuzen, Wolfsangeln) und sehen sich als Nachfolger der SS-Führer Bandera und Schukewitsch. Ihre Verbrechen werden bei uns entweder totgeschwiegen oder verharmlost.

Wer bei solch einer, von uns zum Großteil verschuldeten Katastrophe wegschaut, macht sich mitschuldig. Jeden Tag sterben dort unschuldige Menschen, und wir Europäer haben Blut an den Händen.

Aber statt sich ernsthaft darum zu kümmern, dass Kiew und die neuen Lugansker und Donetzker Republiken miteinander verhandeln, kennen die Kriegstreiber USA, NATO und EU nur eins: her mit noch mehr Sanktionen gegen Russland! Laut Mainstream-Propaganda ist Putin an allem schuld, allem voran an dem MH17-Abschuss, an unzähligen Invasionen der Ost-Ukraine, an der Planung eines Überfalls der baltischen Staaten, usw. Das ist für mich genauso glaubwürdig, als würden die Medien unaufhörlich behaupten, Benedikt XVI. wäre Atheist geworden. Es brauchte nur genügend Gehirnwäsche, und viele würden es schließlich glauben. Wir erleben seit längerer Zeit eine beispiellose „Putin-Hetze“, wie der kürzlich verstorbene Peter Scholl-Latour es nannte.

Die Ursache der ganzen Unruhe und der inzwischen bis zu einem kalten Krieg eskalierten Probleme zwischen EU und Russland liegt allein in der Ausdehnung der NATO bis vor Russlands Haustür. Zum Glück gibt es bei uns noch alternative Information. Hier ein Artikel vom 3.12.2014 (bei Interesse Link kopieren und in Google eingeben):

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/12/ausgerechnet-deutschland-die-speerspitze.html

Man kann nur hoffen, dass der gesunde Menschenverstand siegen wird!

 

 

Deutsche Geschichte 400 Jahre von 1618 - 1648 
Vor fast vierhundert Jahren begann

der Dreißigjährige Krieg

 

Das Land, das bald nicht mehr mit einer Zunge spricht, weil die Sprache anglifiziert, gegendert und auch sonst digital verstümmeln und verkommen ist, kommt wieder in der Unheitlichkeit vorlutherischer Zustände an. Das Land, das mit einer Vergangenheit von mehr als zweitausend Jahren sich historisch immer wieder einheitlich verstand, löst sich in Europa auf, das ebenso keine Perspektive hat, denn noch nie war es so (und kann es auch nicht werden) überflüssig und überdrüssig seiner selbst geworden, wie heute. Das Land, das sich selbst vergisst und sich selbst hasst, trotz einer in ihren Anfängen sich entwickelnden dfünhundertjährigen Aufklärung, trotz der Trennung von Religion und Staat und dazu mit einer heute noch bestehenden industriellen Vormachtstellung ausgestattet ist, wird seine Sprache, seine Staatsorganisation und seine heute schon inhomogene Gesellschaft an die Geschichte abgeben.
Um Luther zu verstehen, braucht es die Evangelische Kirche nicht. Man braucht auch nicht das einschmeichelnde Gestammel der Pfaffen, die sich in dieser Zeit abwenden von unserem Martin Luther, der drei Zustände schlimmster Art im Mittelalter angeprangert hat und die Veränderung mit herbei geführt hat. Luthers Vorstellung von arm und reich hat er in seiner ersten Adventpredigt klargestellt. Nicht ein König in Gold und Silber gekleidet wird die Welt heilen, sondern ein Jesus, arm und klug, wird seine Ansichten verbreiten und der Heiland sein. Er hatte eine Grundlage, das 21. Kapitel des Matthäus aus dem Evangelium zitiert. Zweitens, Luther vereinheitlichte die die Deutsche Sprache und führte sie mit damaligen Predigern und Fürsten und vor allem Gläubigen in großen Teilen Deutschlands ein und schuf somit die Grundlage für die spätere Einheit des Landes und Drittens, Luther räumte mit der Vormachtsetllung einer Religion auf, die sich über die Menschen stellte und den Fortschritt, die Wissenschaft und die Veränderung der Welt zu verhindern suchte.
Das sind drei große komplexe Bereich und nimmt man Luther und sein Verhältnis zu Frauen auf, so kann man sagen, dass er gegen den Klerus der römisch-katholischen Kirche die Frau an seiner Seite als Gleichberechtigt betrachtete.

Heute bringt uns die vormittelalterliche Politik in Brüssel und Berlin wieder in die Geschichte zurück, die all die Errungenschaften infrage stellen. Diese Politik verlangt den europäischen Menschen. Der europäische Mensch braucht keine nationale Kultur, kein regionales und geschichtliches Wissen, keine identitäre Sprache, kein Humanismus und keine Aufklärung, keine Traditionen und keine Eigenheiten. „Entrasst“, geschlechtsneutral weil gegendert, entsprachlicht, enthistorisiert. 
Den Deutsch-Sein keine Schande, keine Scham, keine Gewissensnot und keine Vergangenheit mehr. Das ist die Vorstellung der Politik von der geografischen Fläche, auf der wir heute leben. Die Weichen sind und werden gestellt durch:
Kinderlosigkeit, Verwahrlosung der Sitten und Gebräuche, monetäre Umgangsregelung, Geistesverflachung durch kognitiven Notstand im Denken, Auflösungserscheinungen in der Innen- und Außenpolitik, Zunahme der Überfremdung und damit der Zuwachs der Selbstentfremdung und mehr.
Bei genauerem Nachdenken kann man erkennen, in großen Gesten sind die Sprünge des Denkens in der Deutschen Politik zu erkennen. Von Weizäcker, der zwar nach der DDR, aber deutlich für ganz Deutschland sprach, der 8. Mai sei ein Tag der Befreiung. Wir hätten diese Befreiung wahrnehmen müssen. Helmut Kohl, der am Atlantikwall stehend die Hand von Francois Mitterands genommen hat. Damit war es genug und ein Deutscher Patriotismus, der das eigene Land liebt und sich national nicht über andere Völker stellt, könnte sich der Welt entspannt und schön und auch stark zeigen. 
Alles wäre gut gewesen und man hätte nur daran arbeiten müssen, denn es gab ja auch noch einen Gentscher, der die Verkündung der Ausreise in Prag als eine zentrale Botschaft für das Deutsche Volk sah, und folgerichtig sprach Willy Brandt es aus, es wächst zusammen, was zusammen gehört.

Doch es sollte anders kommen, Angela Merkel riss die Deutsche Fahne ihrem damaligen Generalsekretär aus der Hand und warf sie mit Abscheu und peinlicher Verlegenheit im Gesicht weg von der Bühne des Geschehens nach ihrer Wahl. 
In diesem Gesten liegt der Aufbau und der Verfall der Zukunft Deutschlands. Die Völker dieser Welt lieben ihre Länder, nicht Europas liebt den Kontinent. Europa, das ist Verwaltung, Regelwut, Administration. 
Völker dagegen sind mit ihrem nationalen Identität befreundet. Sie sind Patrioten und sie kämpfen gegen Unrecht und Willkür im eigen Land.

Anders Deutschland, ein großes Land, dass sich wieder in der Schuld- und Opferrolle wohl fühlt, weil es verlernt hat, sich selbst zu mögen und so richtig mochten die Deutschen sich noch nie. Sie haben es in der Geschichte nicht richtig erfahren können, was Vaterlandsliebe ist. Was ein nationales Zuhause ist.

Deutschlands Opferrolle nach dem 30 Jährigen Krieg, der Zerfall, die napoleonische Besetzung, und endlich der Widerstand der Preußen, der die Einheit fünfzig Jahren danach brachte. Das Wilhelminische Deutschland und der unselige Krieg von 1914 - 1918, der das Land in den Ruin ohne Vergleich trieb und die Möglichkeit für Diktaturen schuf. Aber, es wurde nicht Thälmann Reichskanzler, sondern Hitler und heute kann man kaum sagen oder einschätzen, was wäre denn besser gewesen oder geworden für Deutschland oder für die Welt.. 
Danach wieder die Opferrolle, die hingebungsvolle Liebe zur großen Sowjetunion, die auch das Land wieder ruinierte. 
Was daraus geworden ist, sehen wir heute überdeutlich und überzeichnet, der kaputte Sozialstaat, der sich auf alle Experimente, Schwächen und auch jeden Unsinn einlässt, der eben grade kommod ist. Deutschland probiert sich wieder aus, dieses Mal in der Rolle der Selbstzerstörung nach innen, süchtig nach Anerkennung und Selbstaufgabe in der Welt. Die Geilheit der Macht, sich darzustellen.

Unser Vaterland ist krank.

Es geht den Alternativen um eine ganz einfache Sache: Religionen vertragen sich nicht mit aufgeklärte, freie und humanistisch denkende und auch fühlende Menschen. Sie haben einen Allmachtsanspruch, den nur die Demokratie auszuschalten vermag. 

Der Islam, meine Herren und Damen, ist eine staatstragende und auch eine staatserhaltende Religion (Saudis, Iran um mal die Schiiten und Sunniten gleichermaßen zu beschreiben). Nochmals, Religionen und Ideologien zerstören Gesellschaften, schaffen Ungleichheit und lenken von den inneren Problemen ab zu äußeren (Feinde, Kriege, Zerstörungen). Die Europäer wissen wahrscheinlich nicht, wie man in einer Diktatur lebt, die ideologisch ihren Machtanspruch untermauert. Wir Deutsche hatten doch zwei Diktaturen (zusammen von 1933 - 1989). 

Reicht das uns nicht? Also, wozu und für was brauchen wir eine Religionsgemeinschaft, die den Unfrieden in sich trägt und sich nicht säkularisieren lässt. Sind wir ungebildet und unerfahren und haben das Wissen unserer Vorfahren vergessen. Damit meine ich 2004 Jahre, die zwölf Jahre ziehe ich ab, da werden wir ja seit siebzig Jahren Tag und Nacht darüber durch, mit und von uns und von der ganzen Welt ständig aufgeklärt und verfallen sicherheitshalber in Demut, damit nicht eine israelische......auf uns fällt...

Die Völker vergessen nichts. Wir sollten den 30-Jährigen Krieg nicht vergessen, ein religiöser Genozid, dem ein Drittel der Deutschen zum Opfer fiel. 200 Jahre hat das Deutsche Volk gebraucht, um wieder Gedanken zur Einheit und Zukunft zu fassen. Zu spät, wie es sich heraus stellte. Das Ergebnis des 1. Weltkrieges warf uns zurück und führte uns in die Barbarei des 2. Weltkrieges. Und immer wieder die RELIGION und immer öfter die IDEOLOGIEN. Unser Land ist genug gebeutelt worden. Es sollte Zeit für sich und für eine einheitliche Zukunft haben. Die Politik in Deutschland ist aber eben wieder heftig dabei, ein drittes Karthago zu inszenieren, weil eben nach US-amerikanischen Vorstellungen die neue Welt und der neue Mensch entstehen soll. Wir sind das Experimentierfeld, weil wir arbeitsame, naive und nachgiebige Trottel sind. Mit uns kann es ja machen... 
Aber, keinen Schaden ohne Nutzen. Darum gibt es ja die AfD, wertkonservativ, verfassungskonform und demokratisch - sonst werden wir wieder  das Opfer. 2018 jährt sich der Dreißigjährige Krieg - vielleicht mal ein Grund, die Deutsche Geschichte umfassend zu begreifen, zu beleuchten und danach Schlüsse zu ziehen.

Jahr für Jahr, sogar Monat für Monat werden Regeln, Gesetze, Verordnungen, Verfahren und Abschlüsse von der Politik in Berlin und Brüssel abgesondert, die von der Vielfalt weg ein einheitliches Ganzes erwirken und erzeugen wollen. EUROPA einig Vaterländer muss vergessen werden oder wird es die „geeinte Kultur-nationen Europa“ ebenso geben, wie die UdSSR, die allerdings nach 70 Jahren Bestand zerbrach. Jedenfalls muss man sich ein geeintes Europa so vorstellen - Ein Europa mit einer Amtssprache, die nach und nach alle Eigenheiten der Sprache unterschiedlichster Völker zu verflachen und zu vereinfachen droht. Ein Europa aller Religionen. Ein Europa ohne Ideologie, nur auf eine Ethik (?) des finanziellen Konsenz aufgebaut - der Gier vor allem. Ein Europa, das den Kriegen der Zukunft trotzen wird und selbst militärisch an- und eingreift, wegen energetischer, ökologischer, ökonomischer und anderer materiellen Interessen, besonders machtvoll und nachhaltig.
Umwelt, Energie, Land und Wasser und Bevölkerungsentfaltung werden Aber-Millionen Menschenleben kosten. Übrigens Menschen, die heute schon leben. Auch das wird Europa sein. Und - das auch nur, wenn es gut ausgeht. Meine Befürchtungen gehen dahin, es kommt schlimmer und darum muss versucht werden, eine breite Aufklärung auszulösen. Nein, nicht die Alternative für Deutschland ist unsozial, fremdenfeindlich und rechtspopulistisch, sondern das jetzige publizistisch-politische Berlin führt uns in die Zeit der Verbrechen zurück. Die Polarisierung der Bevölkerung, die im linksgrünen Spektrum Faschismus möglich macht, die zutiefst antisemitisch ist, weil sie orthodoxe und fundamentalistische Moslems ins Land zieht und bringt, weil sie die Gleichschaltung der von uns bezahlten öffentlichen Medien eingetaktet hat - sie sind die Feinde des Volkes und sie verbergen es noch geschickt, was sie wirklich vorhaben.
Die AfD erkennt das. Das Deutsche Volk, dass sich endlich und wenn auch nur allmählich zum Patriotismus entschlossen hat, darf nicht in einen Strudel des ethnischen Internationalismus untergehen. Was politisch gesteuert und begehrt wird in Berlin, das ist das Ende des Nationalstaates mit seiner Sprache, Geschichte, Glaubwürdigkeit, auch mit seinem Humanismus und seiner Aufklärung. Das kann nur bedeuten, wer Merkel und Clinton und die Macht globaler Konzerne wählt und sich auch gegen Russland stellt, wählt Krieg. 
Das müssen die Menschen in unserem Land verstehen und begreifen. Es ist so einfach, aber es ist so schwer zu machen. Wer will schon einen schwierigen Weg gehen, wenn der einfache Weg heute noch breiter als eine Autobahn ist, die aber ins Nichts führt, über die dunkelste Zeit der Geschichte hinaus. 

1618 Vor vierhundert Jahren begann der Dreißigjährige Krieg

Nächstes Jahr jährt sich der Zerfall Deutschlands im 17. Jahrhundert durch einen beispiellosen Religionskrieg. Zeit, um darüber nachzudenken. Es sind die vielen Einzelheiten, die Bände sprechen lassen. 
Meine Heimat Deutschland hat keine Zukunft. Der „europäische Mensch“, den es zwar nicht geben wird, weil er eine politische Fiktion ist, zerstört die nationale Identität, das individuelle Glück und die früheren Ziele der gesellschaftlichen Zukunft. Das Land, das bald nicht mehr mit einer Zunge spricht, weil die Sprache anglifiziert, gegendert und auch sonst digital verstümmeln und verkommen ist, kommt wieder in der Uneigenheitlichkeit vorlutherischer Zustände an. 

Das Land, das mit einer Vergangenheit von mehr als zweitausend Jahren sich historisch einheitlich verstand, löst sich in Europa auf, das ebenso keine Perspektive hat, denn noch nie war es so (und kann es auch nicht werden) überflüssig und überdrüssig seiner selbst geworden, wie heute. Das Land, das sich selbst vergisst und sich selbst hasst, trotz einer dreihundertjährigen Aufklärung, trotz der Trennung von Religion und Staat und dazu mit einer heute noch bestehenden industriellen Vormachtstellung ausgestattet ist, wird seine Sprache, seine Staatsorganisation und seine heute schon inhomogene Gesellschaft an die Geschichte abgeben.
Das verlangt der europäische Mensch, den die Gestaltungskraft der Politik erzwingen will. Der europäische Mensch braucht keine nationale Kultur, kein regionales und geschichtliches Wissen, keine identitäre Sprache, keine Traditionen und keine Eigenheiten. „Entrasst“, geschlechtsneutral weil gegendert, entsprachlicht, enthistorisiert. Den Deutschen keine Schande, keine Scham, keine Gewissensnot und keine Vergangenheit mehr. Das ist die Vorstellung der Politik von der geografischen Fläche, auf der wir heute leben. Die Weichen sind und werden gestellt:
Kinderlosigkeit, Verwahrlosung der Sitten und Gebräuche, monetäre Umgangsregelung, Geistesverflachung durch kognitiven Notstand im Denken, Auflösungserscheinungen in der Innen- und Außenpolitik, Zunahme der Überfremdung und damit der Zuwachs der Selbstentfremdung und mehr.

Willy Brandt und der Kniefall am Mahnmal in Warschauer Ghetto war der Weckruf für Vergebung und eine Geste, des Bittens um Verzeihung. In großen Gesten sind die Sprünge des Denkens in der Deutschen Politik zu erkennen. Von Weizäcker, der zwar nach der DDR, aber deutlich für ganz Deutschland sprach, der 8. Mai sei ein Tag der Befreiung. Wir hätten diese Befreiung wahrnehmen müssen. Helmut Kohl, der am Atlantik stehend die Hand von F. Mitterant genommen hat. Damit war es genug und ein Deutscher Patriotismus, der das eigene Land liebt und sich national nicht über andere Völker stellt könnte sich der Welt entspannt und schön und auch stark zeigen. 
Alles wäre gut gewesen und man hätte nur daran arbeiten müssen, denn es gab ja auch noch einen Gentscher, der die Verkündung der Ausreise in Prag als eine zentrale Botschaft für das Deutsche Volk sah, und folgerichtig sprach Willy Brandt es aus, es wächst zusammen, was zusammen gehört.

Doch es sollte anders kommen, Angela Merkel riss die Deutsche Fahne ihrem damaligen Generalsekretär aus der Hand und warf sie mit Abscheu und peinlicher Verlegenheit im Gesicht weg von der Bühne des Geschehens nach ihrer Wahl. 
In diesen Gesten liegt der Aufbau und der Verfall der Zukunft Deutschlands. Völker dieser Welt und nicht nur die Europas lieben ihr Land. Sie sind mit ihrem nationalen Identität befreundet. Sie sind Patrioten und sie kämpfen gegen Unrecht und Willkür im eigen Land.

Anders Deutschland, ein großes Land, dass sich wieder in der Schuld- und Opferrolle wohl fühlt, weil es verlernt hat, sich selbst zu mögen und so richtig mochten die Deutschen sich noch nie. Sie haben es in der Geschichte nicht richtig erfahren können, was Vaterlandsliebe ist. Was ein nationales Zuhause ist.
Die Opferrolle nach dem 30 - Jährigen Krieg, der Zerfall, die napoleonische Besetzung 1810 , und endlich der Widerstand der Preußen, der die Einheit fünfzig Jahren danach brachte 1870. Das Wilhelminische Deutschland und der unselige Krieg von 1914 - 1918, der das Land in den Ruin ohne Vergleich trieb und die Möglichkeit für Diktaturen schuf. Aber, es wurde nicht Thälmann Reichskanzler, sondern Hitler und heute kann man kaum sagen oder einschätzen, was wäre denn besser gewesen oder geworden für Deutschland oder für die Welt.. 
Danach wieder die Opferrolle, die hingebungsvolle Liebe zur großen Sowjetunion, die auch das Land wieder ruinierte. 
Was daraus geworden ist, sehen wir heute überdeutlich und überzeichnet, der kaputte Sozialstaat, der sich auf alle Experimente, Schwächen und auch jeden Unsinn einlässt, der eben grade kommod ist. Deutschland probiert sich wieder aus, dieses Mal in der Rolle der Selbstzerstörung nach innen, süchtig nach Anerkennung und Selbstaufgabe in der Welt. Die Geilheit der Macht, sich darzustellen.

Unser Vaterland ist krank.

Es geht den Alternativen um eine ganz einfache Sache: Religionen und Ideologien vertragen sich nicht mit aufgeklärte, freie und humanistisch denkende und auch fühlende Menschen. Sie haben einen Allmachtsanspruch, den nur die Demokratie auszuschalten vermag. Der Islam, meine Herren und Damen, ist eine staatstragende und auch eine staatserhaltende Religion (Saudis, Iran um mal die Schiiten und Sunniten gleichermaßen zu beschreiben). Nochmals, Religionen und Ideologien zerstören Gesellschaften, schaffen Ungleichheit und lenken von den inneren Problemen ab zu äußeren (Feinde, Kriege, Zerstörungen). Die Europäer wissen wahrscheinlich nicht, wie man in einer Diktatur lebt, die ideologisch ihren Machtanspruch untermauert. Wir Deutsche hatten doch zwei Diktaturen (zusammen von 1933 - 1945 - 1989). 

Reicht das uns nicht? Also, wozu und für was brauchen wir eine Religionsgemeinschaft, die den Unfrieden in sich trägt und sich nicht säkularisieren lässt. Sind wir ungebildet und unerfahren und haben das Wissen unserer Vorfahren vergessen. Damit meine ich 2004 Jahre, die zwölf Jahre ziehe ich ab, da werden wir ja seit siebzig Jahren Tag und Nacht darüber durch, mit und von uns und von der ganzen Welt ständig aufgeklärt und verfallen sicherheitshalber in Demut, damit nicht eine israelische......auf uns fällt...

Die Völker vergessen nichts. Wir sollten den 30-Jährigen Krieg nicht vergessen, ein religiöser Genozid, dem ein Drittel der Deutschen zum Opfer fiel. 200 Jahre hat das Deutsche Volk gebraucht, um wieder Gedanken zur Einheit und Zukunft zu fassen. Zu spät, wie es sich heraus stellte. Das Ergebnis des 1. Weltkrieges warf uns zurück und führte uns in die Barbarei des 2. Weltkrieges. Und immer wieder die RELIGION und immer öfter die IDEOLOGIEN. Unser Land ist genug gebeutelt worden. Es sollte Zeit für sich und für eine einheitliche Zukunft haben. Die Politik in Deutschland ist aber eben wieder heftig dabei, ein drittes Karthago zu inszenieren, weil eben nach US-amerikanischen Vorstellungen die neue Welt und der neue Mensch entstehen soll. Wir sind das Experimentierfeld, weil wir arbeitsame, naive und nachgiebige Trottel sind. Mit uns kann es ja machen... 
Aber, keinen Schaden ohne Nutzen. Darum gibt es ja die AfD, wertkonservativ, verfassungskonform und demokratisch - sonst werden wir wieder das Opfer. 2018 jährt sich der Dreißigjährige Krieg - vielleicht mal ein Grund, die Deutsche Geschichte umfassend zu begreifen, zu beleuchten und danach Schlüsse zu ziehen.

Jahr für Jahr, sogar Monat für Monat werden Regeln, Gesetze, Verordnungen, Verfahren und Abschlüsse von der Politik in Berlin und Brüssel abgesondert, die von der Vielfalt weg ein einheitliches Ganzes erwirken und erzeugen wollen. EUROPA einig Vaterländer muss vergessen werden oder wird es die „geeinte Kultur-nationen Europa“ ebenso geben, wie die UdSSR, die allerdings nach 70 Jahren Bestand zerbrach. Jedenfalls muss man sich ein geeintes Europa so vorstellen - Ein Europa mit einer Amtssprache, die nach und nach alle Eigenheiten der Sprache unterschiedlichster Völker zu verflachen und zu vereinfachen droht. Ein Europa aller Religionen. Ein Europa ohne Ideologie, nur auf eine Ethik (?) des finanziellen Konsenz aufgebaut - der Gier vor allem. Ein Europa, das den Kriegen der Zukunft trotzen wird und selbst militärisch an- und eingreift, wegen energetischer, ökologischer, ökonomischer und anderer materiellen Interessen, besonders machtvoll und nachhaltig.
Umwelt, Energie, Land und Wasser und Bevölkerungsentfaltung werden Aber-Millionen Menschenleben kosten. Übrigens Menschen, die heute schon leben. Auch das wird Europa sein. Und - das auch nur, wenn es gut ausgeht. Meine Befürchtungen gehen dahin, es kommt schlimmer und darum muss versucht werden, eine breite Aufklärung auszulösen. Nein, nicht die Alternative für Deutschland ist unsozial, fremdenfeindlich und rechtspopulistisch, sondern das jetzige publizistisch-politische Berlin führt uns in die Zeit der Verbrechen zurück. Die Polarisierung der Bevölkerung, die im linksgrünen Spektrum Faschismus möglich macht, die zutiefst antisemitisch ist, weil sie orthodoxe und fundamentalistische Moslems ins Land zieht und bringt, weil sie die Gleichschaltung der von uns bezahlten öffentlichen Medien eingetaktet hat - sie sind die Feinde des Volkes und sie verbergen es noch geschickt, was sie wirklich vorhaben.
Die AfD erkennt das. Das Deutsche Volk, dass sich endlich und wenn auch nur allmählich zum Patriotismus entschlossen hat, darf nicht in einen Strudel des ethnischen Internationalismus untergehen. Was politisch gesteuert und begehrt wird in Berlin, das ist das Ende des Nationalstaates mit seiner Sprache, Geschichte, Glaubwürdigkeit, auch mit seinem Humanismus und seiner Aufklärung. Das kann nur bedeuten, wer Merkel und Clinton und die Macht globaler Konzerne wählt und sich auch gegen Russland stellt, wählt Krieg. 
Das müssen die Menschen in unserem Land verstehen und begreifen. Es ist so einfach, aber es ist so schwer zu machen. Wer will schon einen schwierigen Weg gehen, wenn der einfache Weg heute noch breiter als eine Autobahn ist, die aber ins Nichts führt, über die dunkelste Zeit der Geschichte hinaus.
25. OKTOBER 2016

 

 

2013 am 04.11 geschrieben


Der Text ist länger geworden, mein Zorn ist so groß. Was ist das nur für ein Leben, das nur aus dummen Gequatsche besteht. Vereinsamung wegen mangelnder Teilhabe an der allgemeinen Verdummung. Man hat nur sich, so oder so. Da leben sie auf ihren Dum-Dum-Planten und man verliert alle Gespräche und Inhalte und verdorrt auf seinem Vernunft-Stern. Das Universum der Menschen, also die sogenannte Welt, bietet nur noch zwei Märchen an: ICH und REICH. Alles Ehrenvolle, Heldenhafte, Schöne, Geistvolle bringt kein Profit. Trotzdem - 
Die Poesie hat immer Recht.
Investigative Journalisten sind mit der Hilfe von “Whistleblowern” stets darum bemüht, etwas zu enthüllen, oder aufzudecken. Dafür haben sie gute Gründe. Mit diesen Mitteln wird die Quote oder Käuflichkeit einer Information gehoben.
Investigative Journalisten bedienen sich oft auch der moralischen Verworfenheit von Denunzianten und informellen Mitwissern und präsentieren sie glaubhaft gemacht über Whistleblower oder Informanten. Es ist der „aufklärende“ investigative Journalismus, der auch die Poesie zerstört und die Kräfte der Menschen hemmt, da sie auf Sicherung ihrer Privatsphäre bedacht sind und nun auch nicht mehr das geistige Erlebnis der Literatur als ein Wagnis für das Neue, Veränderbare oder Vorbildliche annehmen möchten.
Diese Form des Journalismus hat die Nachricht, den Bericht und auch die Reportage abgelöst.
Der Poet bedient sich immer der Stimme der Wahrhaftigkeit. Diese Wahrhaftigkeit, aus der Wirklichkeit gewonnen durch lebendige Erfahrung, durch erlerntes Wissen und soziale Parteinahme, streitet gegen die Feinde der Toleranz und der Freiheit. 
So könnte es gewesen sein, das hätte auch mir passieren können, oder das ist ein Vorbild und Ähnliches, diese ethischen Kriterien zählen heute nicht mehr, sie erlauben nicht den maximalen Profit, da sie moralisch und sozial sind. Das bedeutet, die Literatur in der Belletristik hat keine Chance mehr gegen die konstruierten Schrecknisse der Wirklichkeit, die durch Journalisten abgedrängt, inszeniert und spannend sich gegen Jedermann und seine Zufriedenheit richten.
Einst von Reportern als Aufklärungsmittel eingesetzt, gepaart mit einer festen Überzeugung und dem guten Glauben für eine gerechtere Welt und eine bessere Demokratie, waren Recherche und Aufdeckung handhabbare Arbeitsmittel, um einen ausgewogenen Jornalismus zu betreiben, der wirtschaftlichen Filz, politische Machenschaften und demütigende Menschenverachtung aufklärte.
Was vielversprechend, vorzeigend (vielversprechend aufgezeigt) und spannend in den „Zwanzigern“ des letzten Jahrhunderts mit Leo Lania begann, über den Watergate-Skandal in den USA und bis zu Günter Walraff zur Aufdeckung von Migrationshintergründen fortgeführt wurde, erfüllt den Kampf um die Quote innerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht mehr.
Aufmerksamkeit ist Profit, Bargeld, Aktienkapital - Zeit ist Geld, kurz gesagt.
Die Ware Wort, in Zeitungen geschrieben und verkauft, von Reportern erzählt und angeboten und milliardenfach in Smartphones gesprochen, ist heiß umkämpft. Es geht um den Profit, oder auch bildlich gesprochen, um das Goldene Kalb. Das Goldene Kalb ist das „Wort“. Nur eine winzige Bemerkung eines Finanzministers, eine gedachte Möglichkeit in der Politik geäußert oder die Warnung vor einem Meteoriteneinschlag, der in zweitausend Jahren die Welt verändern würde, verändern die Kurse an der Börse.
Die digital betriebene Vernetzung der Welt stellt hohe Ansprüche und Forderungen an die Menschen. Was im „Sozialismus die vorgetragene und verlangte Indoktrinierung der ideologischen Werte“ war, um Staatsinteressen vorteilhaft mit einer einseitigen Parteinahme zu vereinen, ist in der kapitalistischen Gesellschaft in ihrer reinsten Form die Heuchelei einer öffentlichen Moral, um die Geldgier und Machtinteressen aller Beteiligten zu verdecken und zu ummänteln. Sie sind keinen Deut besser als die religiösen Fanatiker, die sich auch nur nach Macht und Reichtum sehnen.
Es gibt wahrscheinlich auf längere Sicht keine anderen Merkmale für Verhalten, Muster, Regeln, Ordnungen und Werte mehr, als der monitäre Ausdruck einer Sache, die scheinbar ethisch oder moralisch auf Menschen noch wirkt.
Wir bilden Ihre Meinung ist abgelöst worden von der ethischen, auch ästhetischen Maxime, nur Profit schafft das Menschenbild.
Die Poesie, über Jahrtausende verwantwortlich für die Vorstellung, das Gedachte oder das Mögliche im Märchen, in der Tragödie, im Roman, im Gedicht oder auch auf der Bühne zu zeigen, ist abgelöst worden von der Macht des Wortes, das Sicherheit, Reichtum, Überfluss und Parteinahme suggeriert.
Der investigative Journalismus hat sich heute zur digital betriebenen Allmacht - innerhalb und auch außerhalb der westlichen Demokratien - gesteigert. Seine Sprache ist oft verräterisch subjektiv, führt die Politik demokratisch zu wählender Parteien zumeist demütigend vor, bemüht sich wegen der Quote um jede mutmaßende und absurde Schnüffelei, nennt Geheimnisse und Verborgenes und informelle Tätigkeiten von Denunzianten Whistleblower, scheut kein profiterhöhendes Risiko (mehr) und ist oft auch nicht mehr in der Lage, eine aufklärende, bereichernde und vor allem „nüchterne” Information abzuliefern.
Die Journalisten und ihre Gönner:
Fußballer, Entertainer, Politiker, Filmstars, egomanische Finsterlinge und sogar Diktatoren haben die Poesie der Dichter gemeuchelt. Sie ist nichts wert, sie bringt keinen Profit. Die gesamte Skala des Ekligen, Absurden und Menschenverachtenden wird bedient, um einen neuen „Geschmack“ zu bilden. Die Medien sind mit ihren Smartphones, Tablets, PCs und anderen elektronischen Medien allgegenwärtig und verdrängen die Bildung, das Wissen, die Menschlichkeit und alles, was mitleidet, mitfühlt und miterleben möchte, durch Polarsisierung auf das für sie Grundsätzliche: Was kostet das? Was bringt es? Was verdiene ich daran?
Besonders problematisch ist, die öffentlich-rechtlichen Anstalten bemühen sich im Kampf um die Quote besonders intensiv um den schlechten Geschmack. Die Konkurrenz gegenüber den privaten und vielleicht noch eher freieren Medien zwingt sie dazu, ihr genehmigtes und staatlich erhaltenes Dasein ständig unter Beweis zu stellen.
Die Neigung zur Institutionalisierung, man kann auch sagen, zur Festschreibung und „Feststellung“ ist übrigens ein Problem aller Institutionen und Verbände, die subventioniert früher oder später die Neigung zum Wohlverhalten des Geldgebers entwickeln müssen. Hier steht nicht nur die Poesie, hier steht die Menschlichkeit an sich auf dem Spiel, weil Regelungen, Ordnungswut und devotes Unterwerfen den Apparat selber dazu zwingt, dass er nicht mehr für den ursprünglichen Handlungszweck funktioniert.
Das geht so weit, dass Probleme in der Gesellschaft, zu deren Kompetenz eine jeweilige Einrichtung berufen wurde, nicht gelöst werden, weil die Arbeitsplatzerhaltung eine natürliche Gegenteiligkeit der Zweckbindung zum Konflikt oder Problem bedingt. Das ist nicht neu, schafft auch nichts Neues.
Die Medien sind der Medien Feind geworden. Die halbe Wahrheit, so Karl Kraus, wird zu einer anderthalbfachen Lüge, ...sie muss nur glaubhaft und als wahr „verkauft“ werden.
Die Poesie, die von der Vorstellung eines Idols um der Nachahmung willen geschaffen wurde, also Helden geschaffen hat, ist zu genau und zu klar und auch zu tolerant in ihren Absichten. Die Poesie ist für das Volk. Sie vermittelt Hoffnung, Zuversicht, Glaube und Vorbild.
Anders bei den Journalisten: Die Botschaft an die Rezipienten der zu beschreibenden und darzustellenden Wirklichkeit, um die es in dieser so wichtigen Berufsgruppe der Journalisten geht, ist ebenso wie sein Lese- Hör- und Sehpublikum an der Langeweile erkrankt und führt informell das Leben nur als ödes Schattendasein vor.
Die gute Nachricht heißt heute: Das Leben ist schlecht. Man betrügt dich. Alles ist nicht wahr. Wir bilden deine Meinung. Wir machen das Volk mündig und sagen? (sprechen)- durch Aufklärung. Das ist falsch, es wird nur verschleiert, was dem Volk alles genommen wird. Das Volk wird von seinem Lebensalltag abgelenkt. Auch die Verantwortung über sich selbst, sie wird nur von einer “Elite” wahrgenommen. Die Medien verkopfen die Sicherheitssehnsucht und die Lebensangst der Menschen über die Augen und Ohren durch Scheinlösungen, Scheinangebote, durch Versprechungen - kurz gesagt, sie betrügen die Menschen um die Wirklichkeit dessen, sich eine eigene Vorstellung vom Leben zu erarbeiten, zu bilden und zu erfahren.
Die Nachricht von Gestern ist nicht nur uninteressant, ebenso die Nachricht des Tages ist schon, nachdem sie gesagt wird, mit dem Erleichterungsgefühl verbunden, mich hat es nicht getroffen, oder ich bin noch einmal davongekommen mit meinen tausend Ängsten. Es ist die scheinbare Nachricht von Morgen oder Übermorgen, die auch noch wird wegen der Quoten. Darum werden nur halbe Wahrheiten oder Fälschungen der Wirklichkeit verkauft.
Die Wahrheitsfindung wird nicht faktisch, sondern als konjunktive Mutmaßung betrieben. Ein Publikum, sich wahrscheinlich durch visuelle und akustische Dauerpenetration in einer Agonie der Reizunempfindlichkeit befindend, muss immer wieder „erweckt“ und „berührt“ werden, damit der verkopfte Verstand in einer seelenlosen Körperhülle sich in permanenter Erregung und Aufregung befindet. Das ist der Trend. Dort geht es hin.
Fiktionen, sonst nur in der epischen Breite der Literatur zu Hause, werden als Fakten angeboten und schon vorher so von Journalisten gewusst, um später nach der Auflösung der Irritaion oder Fehlmeldung als noch zu dementierender, aber spannender Informationsmüll noch gut verkauft werden zu können. Die Milliarden Leserbriefe in den Online-Diensten sprechen hier Bände.
Das Geschäft mit der Desinformation blüht. Die Informationen von Whistleblowern werden zu einer Droge mit ungewissen Ausgangswirkungen (Entzugssymptomen), sie werden präjournalisiert verarbeitet, und um den Rausch der Informationsgier möglichst stabil zu halten, wird der Rezipient mit kleinen Wort- und Informationsdosen gefüttert, um das fatale und oft falsche Ergebnis möglichst zu verzögern und das Interesse lange wach halten zu können.
Und, wie das so ist mit der Sucht, der Abhängige glaubt bis zuletzt, er habe sie unter Kontrolle, die Aufmerksamkeit, die er geben muss, um die geweckte Quote „abstillen“ zu können. Diffuse kognitive Defizite werden erzeugt. Die „Abschaltung“ funktioniert nicht mehr. Ein Sachstand, der ohne den Quotendruck nicht vorhanden wäre, wird zum „Gott aus der Maschine“.
Lügner, Halbinformierte, Aufklärer, Alleswisser, Besserwisser und all die Apologeten der Desinformation beherrschen die Wirklichkeit nicht, aber sie haben Hochkonjunktur. Ironisch kann man auch feststellen, die Medien- und Kommunikationswirtschaft wird von der Astrologie der Worte beherrscht. Die Allmacht des Wortes spielt Schicksal. Die Demokratie mit ihren einfachen Mechanismen wird aufgeweicht von einer neuen Ideologie der Parteien und Ämter, auch der Despoten und Diktatoren, sie besteht aus Vorschriften, Regelwut, Belehrung, Unterdrückung aber auch aus Verwirrung, Desinformation oder Mangel an Bildung.
Die wahrwerdende Angst vor dem Könnte und Hätte und der Kälte vor einer unmenschlichen Zukunft beherrscht hysterisch das an Opulenz und Saturiertheit erkrankte Land.
Die Zensur durch Profitablität der Medien ersetzt die innere Zäsur. Die Menschen oder besser das Volk, belügt sich immer gekonnter, geschlossener und totaler. Der Selbstbetrug macht krank und unglücklich. Die Medizin oder das Heilmittel für alles ist Geld.
Genau genommen interessiert sich der ‘neue’ Jornalismus der Medien (Nerds und Whistleblower eingeschlossen) für alles, aber nur sehr wenig oder gar nicht für das wirkliche Leben, denn der Handel mit der Wahrheit und Wirklichkeit ist, anders als früher, nicht mehr lohnenswert. Daraus lässt sich keine Hure machen. Nur die Spekulation, eben die Übertreibung ist interessant und somit wichtig. Sie ragt heraus, und nur sie ist profitabel.
Der Kampf um die Ware „Wort“ ist aufs Heftigste entbrannt. Der Wert der Ware liegt im Ursprung des Wortes selbst. Wetterberichte werden sprachlich zu dramatischen Naturexzessen gestylt, in der Alltags-Politik ist die Frontberichtserstattung eingezogen, gegen Grippeerkrankungen wird Krieg geführt. Der objektive Bericht oder die Tatsache oder auch die Nachricht ist längst einer subjektiven Einfärbung der Worte gewichen, die ein mehr oder minder ausgebildeter Charakter formuliert. Natürlich hat jeder Zufall oder jede Gelegenheit einen Zugang zu einem öffentlichen Mikrofon oder zu einer Kamera, sei es auch, die Tastatur eines Laptops, um jede ihm einfallende Dummheit beleidigend in die Welt zu schwätzen, zu behaupten oder zu twittern.
Vor dem Hintergrund der gewaltigen Veränderung in den Medien, die der Verfasser an anderer Stelle durchaus benennen kann, kommt es darauf an, wieder zu einer klaren, vernünftigen und ja auch sauberen Erstattung von Nachrichten zurück zu finden.
Ansonsten muss das heutige System Journalismus in sich zusammenbrechen. Ein unüberschaubares System der Journalisten untereinander und durcheinander weitergereicht, ist der einzige Soll-Faktor für das Denken geworden.
Wir leben in einer unpoetischen, unpersönlichen und unmoralischen Welt. Kein Mensch braucht ein Buch, aber ohne Bücher wären wir wahrscheinlich nur noch Unmenschen. (und keine Menschen mehr).
Ich schreibe (an) gegen den Profit, gegen Unmenschlichkeit, und führe in einem dopelbüändigen Buch den Beweis über Generationen, dass ein heute geschriebenes „erfolgreiches“ Wort nur einen monitären Charakter hat und das Mensch-Sein verletzt, verdirbt. Ich stehe mit meinen Worten in diesem Buch gegen den dominanten, allumfassenden und gewalttätigen Profit, der die Welt der Menschen zerstört.
Alle meine Bücher sind humanistisch geprägt und stehen auf gegen eine Welt, die scheinbar unveränderbar und unverrückbar ist und in rasender Geschwindigkeit den Tod aller in „Kauf“ nimmt.
Das Material der Journalisten: Der investigative Journalismus besteht aus zweierlei Ängsten, erstens, die des Opfers oder Rezipienten, der der Pressefreiheit und der veröffentlichten Öffenlichkeit nicht mehr vertraut, und zweitens, aus der Angst der heutigen Wortverbreiter selbst, keine die Konkurrenz in ihre (die) Schranken verweisende Nachricht mehr anbieten zu können.
Nur noch sechs Prozent (?) des weltweiten Bruttosozialproduktes bestehen aus der Wertschöpfung von Dingen oder Sachen. Vierundneunzig Prozent des Geldumlaufes weltweit sind Worte und Zahlen. Wären sie nicht, so würden gigantische Vermögen Einzelner oder die einiger Gruppen wie Banken, zum Beispiel, in ein Nichts verfallen.
Es fehlt das Maß. Würde nur produziert und sonst passiert nix, das würde bedeuten, keinen Profit mehr erwirtschaften zu können. Ohne Zinsen und Kredite würde es keinen Kreislauf einer Ernerung geben.
Keine superlativen oder auch sonst monströsen Informationen mehr anbieten oder vorhalten zu können, bringt es mit sich und bedeutet den Untergang der Worttätigkeit oder der Arbeitsplätze, von denen sich schon ein Teil der Gesellschaft distanziert hat.
Schon zu früheren Zeiten hat man eine Sau durchs Dorf getrieben, damit man was zu bereden hatte. Heute schließen die Menschen das Fenster im Kopf.
Aber, das Material des Dichters besteht nur aus der Poesie, aus der Vorstellung für eine bessere Welt. Eine Welt, die aus Wahrhaftigkeit besteht, die zur Wirklichkeit werden könnte.
Ein Buch stößt das Fenster zur Welt auf und läßt Literatur herein. Atmen und sich anders bewegen, das ist die Botschaft und daran zu glauben. Noch ist das fast Unmögliche abzuwenden und, dieser Satz ist aus der Wahrhaftigkeit der Poesie entstanden: Retten wir die Welt. Unser Leben lang haben wir die (noch) Zeit dafür.

Der Islam ist eine Religion, die den Staat trägt und kleine Toleranzen zulässt. Das haben übrigens alle Ideologien und Religionen so an sich. Das Ergebnis sind Diktaturen, Gottesstaaten, Despoten und mehr. Wir in Deutschland haben uns (aus der Geschichte gelernt) nach der Totalität der römisch/katholischen Kirche, nach Kommunistischen Staatsgebilden, nach Nazi-Diktaturen entschlossen, Demokratie als Lebensform in der Gesellschaft zu ertragen (49% geht es immer etwas schlechter als 51%). Wir regeln Toleranz über Parteien und Meinungsstreit und Lebensentwürfe. Das Monopol der Gewalt hat der Staat, den wir uns aufgebaut haben. Wir wählen Parteien und keine Stalins, Hitlers, Ajatollas (?), Maos usw, auch keine Könige und Kaiser (jedenfalls nicht in Deutschland). Menschen leben nur einmal und auch sehr kurz. Bisher haben 32 Milliarden Menschen gelebt, 13.000 kriegerische Auseinandersetzungen hat es in der jüngeren Geschichte gegeben. Falls die Menschen weiterhin das Leben in den Gesellschaften instabilisieren, werden sie für ökol./ okonom./ techn. und auch kosmische Probleme keine Kraft mehr haben. Unseren Planeten gibt es schon seit vielleicht 6 Milliarden Jahre. Uns wird kein Gott retten, keine Religion und auch keine Ideologie. Es wird nur gemeinsam gehen. Und , mit mittelalterlichen Vorstellungen des Zusammenleben schon gar nicht. Das Seelenheil bringt nicht der Tod (wie es ja auch die Christen glauben wollen - der Erlöser usw.), sondern es liegt in uns selbst. Wer Frieden in sich trägt, der hat auch eine gute Botschaft anzubieten...

 

Reinhardt Cornelius-Hahn

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Gedanken Essay, Zitate und Notizen für die Romane Bände I - III Titel "Das Bauwerk"

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